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Zweites Fehmaraner Königsschießen vom 13.09.2008
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Zweites Fehmaraner Königsschießen vom 13.09.2008
Leider war es mir nicht vergönnt dem Schießen und der entsprechenden Preisverleihung persönlich beizuwohnen, so dass ich recht dankbar bin auf den Zeitungsartikel der ... zurückgreifen zu können, den ich als kompletten Text in Reinschrift wie folgt übernehme und es nicht lassen kann gewisse Anmerkungen zu hinterlassen:
Zweites Vogelschießen der fehmarnschen Gilden - Sechstündiger Wettkampft
BURGSTAAKEN (rh) * "Bin ich wirklich Gildekönig?" Günter Willer von der Petersdorfer St. Nicolai-Gilde konnte es kaum glauben, als der Rumpf, der letzte Teil des vordem stolzen Gildevogels, fiel. Nach sechstündigen heftigen Beschuss ergab sich der 1,35 Meter große Gildevogel - und der neue Gildevogelkönig, Günter Willer stand fest. Groß war der Jubel. als die Ältermänner Reinhard Wulff (St. Mariengilde) und Rolf Hasselmann (Norder Wildersche Toten- und Schützengilde) Willer die Königskette umlegten. Der Wanderpokal, der bis zum nächsten Schießen beim König bleibt, wurde vom Gildenforscher Detlev Wulff gestiftet. Ausrichter des Gildevogelschießens in Burgstaken waren die St. Mariengilde Landkirchen und die Norder Wildersche Toten- und Schützengilde Burg. Stellvertretender Landrat Ingo Gädechens begrüßte die St. Nicolai-Gilde Petersdorf, die Petersdorfer Concordia Gilde, die Concordia Gilde Burg, die Bürger Compagnie und den Marineverein. Die St. Osewald Gilde hatte sich wegen eines Trauerfalls abgemeldet. Mit einem Schuss aus der Böllerkanone des Marinevereins wurde der Schießsportliche Wettbewerb begonnen. Durch Videoübertragung konnten die Zuschauer das Abschießen der einzelnen Teile verfolgen.
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Hier die Ergebnisliste des 2. Gildevogelschießens:
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1.Flatter Zielscheibe 2.Flatter Schleswig-Holstein Fahne 3.Flatter Königszepter 4.Flatter Weltkugel 5.Linke Flügelspitze 6.Rechte Flügelspitze 7.Linker Flügel 8.Rechter Flügel 9.Linker Ständer 10.Rechter Ständer 11.Krone 12.Stoß 13.Kopf 14.Rumpf
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Klaus Ludwig Norbert Waclawek Erhard Pahlke Uwe Kähler Asmus Hammer Christian Simon Sören Dittmer Uwe Kähler Günter Willer Uwe Kähler Hans-Joachim Mandel Heinrich Mau Niko Kalz Günter Willer
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Die Gewinner des Mettwurstschießens waren:
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Asmus Hammer
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Reinhard Wulff
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Erwin Paustian
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Ludwig Hübenbecker
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Karl - August Lüthje
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Manfred Bargholz
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Reinhard Henneke (1. GildeVogelKönig)
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Heide Hammer
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Das 2. Gildevogelschießen - eine tolle Sache, ziehen die Veranstalter dieses Fazit. "Es war spannend bis zu letzten Minute, und allen Teilnehmern hat es viel Spaß gemacht", kommen Reinhard Wulff und Rolf Hasselmann überein, die mit dem Veranstaltungsverlauf zufrieden waren. Obgleich sie sich für das Event mehr Zuschauer gewünscht hätten.
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Der neue König Günter Willer (St. Nicolai-Gilde - Petersdorf) (r) mit seinem Amtsvorgänger Reinhard Hennecke (St. Mariengilde - Landkirchen) Foto: rh
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Ich danke dem Fotojounalisten für seine knappen Ausführungen mit Bild. Die Qualität eines solchen gescannten Punktrasterzeitungsbild ist recht verlustreich. Es wird vom wesentlichen berichtet, letztendlich auf wenige Augenblicke bei Erlösen eines Ergebnisses abgebildet.
Was in den Vorbereitungen steckt will ich gar nicht erwähnen, das würde, wenn man es schildern wollte mindestens drei Wochen vorher beginnen müssen. Und dieser Bericht wird auch nicht ganz pünktlich in die Seite eingestellt. Wie ihr wisst will ich unserem Rolf nicht bedrängen sich mit seiner Internetarbeit auseinanderzusetzen, schließlich war er ja noch Rendant als er anfing die Internetseite aufzubauen, jetzt als 1. Ältermann fehlt ihm rein organisatorisch einfach die Zeit.
Ich würde mich freuen, wenn ich einen Gildebruder in Fehmarn fände, der Interesse hätte sich in der Kunst der Internetgestaltung unterweisen zu lassen. Nichts ist umsonst auch eine Gildemitgliedschaft nicht, deshalb arbeitet man für seine Gilde selbtslosgemeinnützig und nimmt sich Dinge an, von denen man voher nicht ein Fitzelchen wusste, weil man nette Freunde findet, die einem allerhand beibringen, wenn man viele Fragen stellt.
Ich bin kein Mitglied der Norderwilderschen, wie man Eure Gilde so im Ort nennt, aber durch die Kornblumenadoption von Bernd Bastmann, fühle ich auf Lebzeit mit Euch verbunden und widme einen Teil meiner Zeit der wichtigsten Sache auf dieser Welt, der Freundschaft. Dies sollte meine Pokalspende für das Gildevogelschießen in Fehmarn ausdrücken.
Das es beim Schießen an Besuchern manchmal hapert, liegt im Wesentlichen daran, dass man aus Sicherheitsgründen oft kein freies Stangenschießen mehr veranstalten darf, so wie es eigentlich der Brauch aller historischen Schützengemeinschaften vorsah. - Im Laufe der weitläufigen Geschehnisse, kam es vor, dass Mensch und Tier arg verletzt wurden, weil sie weit hinter der Stange standen.
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Das Kunstwerk, das dran glauben muss!
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So ein Projektil, dass abgeschossen wird, versieht seinen Flug in einer ballistischen Flugbahn (= Bogenkurve), was mit einer solchen klar definierten Beschleunigung hinnaufgeschossen wird - ohne den Gildevogel zu treffen - birgt durch die physikalische Beschleunigung aus Geschossgewicht, Absturzhöhe und Erdanziehungskraft trotzdem noch ein gewaltiges Verletzungspotential; alles was hochgeschossen wird, kommt auch irgendwie runter.
So manche Gilde hat dann Lafetten (= kardanische Gestelle) für die Gewehre und einen Fangkasten für die Menge der abzuschießenden Projektile aufgestellt, wo der Vogel fixiert wird, um das Restrisiko für Unbeteiligte gegen Null zu reduzieren, so wie es der Gesetzgeber vorschreibt.
Bei dem Schießstand in Burg auf Fehmarn ist man keinerlei Restrisiko mehr ausgesetzt, weil man weder in den Genuß des Pulverdampfes, noch den Mündungsknall, noch das herausspringen der Patrone aus dem Kleinkalibergewehr mitbekommt, man schaut wie bei einer Eurovisionsausstrahlung auf die zu zerspahnende Sollbruchstelle des Zieles und wundert sich über die herabfallenden Holzteile.
Manch Unbedarften kommt es seltsam vor, warum erwachsene Männer ein solches Werk bildender Kunst auf diese Art zerstören, so ist oft aus Unkenntnis manch gute Weile verstrichen, Interesse zu wecken und sich kommunikativ mit diesem Thema über Stunden hinweg auseinanderzusetzenm zu können, ob des Schießgenusses auf einen Vogel und oder auf eine Scheibe.
Manch bayrischer Tourist wagt seinen Augen kaum zu trauen, da das Vogelschießen bei uns oberhalb der "Weißwurschtgrenzen" kaum bekannt ist und man damit so viel Zeit verbringt, und dort eher das Schießen auf einen Holzteller mit aufgemalten Auerhahn darstellt und in weit weniger Zeit erledigt ist, als bei uns, damit man dort im Festzelt, Brotzeiten, Frotzeln und Schuhplatteln kann.
Das Vogelschießen der Gilden folgt harten Regularien, wer sich daneben benimmt, wird zu Kasse gebeten. Fehlt ein Knopf an der Unifomjacke, wird man nach Hause geschickt, um ihn rasch annähen zu lassen.
Mancher Gildebruder gewann nur ein Bruchstück des Vogels, alle anderen die Freundschaft untereinander nach dem plattdüütschen Motto der Gilden: "Een för all un all för een!"
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Für das nächste Jahr hoffe ich dem bunten Treiben wieder fotografisch nachstellen zu können.
Liebe Grüße aus Kiel Detlev Wulff
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PS.:
Der Grund meines Fehlens, war meine Hündin Tessy, die wie ich unbedingt in die Hunde-(Menschen-)Schule muss, um auf meine Frau auzupassen, wenn ich auf Tour sein werde, um von den Gilden und ihren Bräuchen zu berichten; es ist uns nicht gegeben den Hund auf anhieb zu verstehen, weshalb unser Verhalten zum Hund mit Hilfe des Trainers nun aus einer neuen Sicht erfahrbar wird. Und die neusten Erkenntnisse, was Gilde ist und was es ausmacht, auch nur adoptierter Gildebruder zu sein, erfahrt ihr in bälde aus erster Quelle.
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erfasst 03.11.2008
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